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Erinnerungen an einen todkranken Hund


4 Monate blieben ihm noch

am Leben teil zu nehmen. Niemand hat es gewusst, geahnt schon, aber der Gedanke wurde verdrängt.

Besonders durch „Wolpi“, er kam in einem Alter von ca. 8 Jahren zu uns. Aus einem Tierheim in Ungarn. Dort verbrachte er Jahre seines Lebens und erkrankte. Die Erkrankung wurde ein Tag nach seinem Eintreffen bei uns festgestellt. Janka, unsere Hündin, sollte einen Spielkameraden bekommen. Und „Wolpi“ einfach raus aus dem Trakt, Hilfe erleben dürfen.















Er machte auf sich und seine Schwierigkeiten aufmerksam. Reagierte aggressiv, wohl auf seine ab und an auftretenden Schmerzen, auf jeden und jedes.

Und trotzdem veränderte er sich, nicht für uns, sondern durch uns. Er lernte Schritt für Schritt ein Stückchen Liebe kennen und genoss es. Denn er zeigte sich in seiner Dankbarkeit durch ein Zulassen von Nähe und Streicheleinheiten. Zwar anfangs noch mit einigem Zähne zeigen, aber immer mehr durch anstupsen und Anforderung durch seine Nase.

Ein herrliches Gefühl. Da war also doch noch was, was ihn erreichte und auch uns. So versorgten wir uns in den kommenden Wochen gegenseitig. Ängste traten in den Hintergrund und wurden einfach ignoriert. Auch durch unsere intensive Zuwendung spürte Wolpi eine riesige Erleichterung. Sein Umgang mit Janka fing an sich zu normalisieren. Gegenseitige Achtung und Respekt waren deutlich sichtbar. Zusehend wurde es leichter gemeinsam etwas zu erleben und zusammen zu leben.

Mit einem Schlag war alles vorbei. Wolpi zeigte uns das Ende deutlich durch ein plötzliches Organversagen an. Sein letzter Kampf beim Tierarzt, sein letztes Aufbäumen, aber auch seinen dankbaren Blick … werde ich nie vergessen.

Vielen Dank alter Freund,

gern geschehen!