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Nehmt den Hund an die Seite und schnallt ihn an

Gesellschaftliche Normen und Werte haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert. Hier spielt auch der Hund eine wesentliche Rolle, die spezifisch auf menschliche Verhaltensweisen wirkt. Diese zu erfassen bedeutet ein Umdenken.

Warum? Wir suggerieren dem Entgegenkommenden, sei es ein Jogger, ein Spaziergänger, ein Radfahrer oder Eltern mit ihren Kindern eine große Gefahr ein. Das heißt, durch unser lautes Rufen, Anleinen und Zurücknahme des Hundes an den Wegesrand vermitteln wir dem Entgegenkommenden ein Gefühl großer Angst. Nämlich, da ist etwas (hier der Hund), was höchst gefährlich ist und aus dem Weg genommen werden muss.

 Die Angst verstärkt sich, gleichzeitig wird das Verständnis Hunden gegenüber weniger. Es wird nun von allen Hundehaltern erwartet, den Hund an die Leine bei einer Begegnung zu nehmen. Folglich werden die Konflikte untereinander größer und verstärken sich. Das ist meiner Ansicht genau der falsche Weg. Diese totale Rücksichtnahme ist ein Schritt zurück und wird für die oben beschriebenen Betroffenen zur Normalität. Aber wehe es kommt dann mal ein unangeleinter Hund daher, sei er auch noch so sozialisiert, dann geht die Post ab. Wir erleben es bei den Spaziergängen immer wieder. Für jeden Jogger etc. ist es anscheinen Normalität zwischen Reihen angeleinter Hunde und ihrer Halter durchzulaufen. Ist jemand dabei der sich bedankt? Es kommt sehr, sehr selten vor. Deshalb bin ich unter anderem der Meinung, dass auch diese Menschen sich an den Hund gewöhnen müssen, so wie er sich sozialisiert gibt und verhält. Er ist ein Teil unserer Gesellschaft, und jeder hat ein Recht daran teilzunehmen.

Jeder trägt dazu nun selbstverständlich auch Verantwortung, sie ist sehr groß, aber leicht zu erlernen. Besonders der Hund erwartet das.

Unterliegen Hunderennen des Voyeurismus an der Mühsal anderer, hier der Hunde? 

Eines möchte ich vorweg klarstellen: Dieser Artikel soll zur Diskussion anregen, und keinesfalls ein Meinungsbild der Hammerhunde Freunde darstellen.

Hunderennen sind ein heikles Thema und es erfordert Mut dies anzusprechen.

Es erfolgt keine Vorverurteilung und keine Verurteilung. Lediglich sind es Gedankengänge um zu hinterfragen ob Hunderennen sinnvoll sind. Sie dienen, wie eventuell aus Sicht des Hundes argumentiert werden kann. Selbstverständlich über das Für und Wider.

Speziell möchte ich auf Hunderennen bei Veranstaltungen eingehen, die größtenteils die Startgebühren für Zwecke für den Tierschutz einsetzen.

Daher wird selten hinterfragt ob es den Hunden Spaß macht bei einem Rennen teilzunehmen. Aus Sicht des Hundes kommt, da jemand der unbekannt ist, ihn an die Leine nimmt und dem Halter seinem vertrauten Freund wegnimmt und sich mit ihm entfernt. Zum Start. Ängstlich schaut er sich um, was passiert mit mir? Stress kommt auf und die Frage: Werde ich meinen Menschen trotzdem jemals wieder sehen? Dann ist es soweit, der Hund wird festgehalten und in Blickrichtung auf das Ziel gedreht. Er ist angespannt und nervös. Am Ziel hinten ruft eine Stimme, eine vertraute Stimme. Endlich wird der Hund losgelassen, die Spannung im Körper weicht. Rechts und links ein Zaun. Das ist schon mal gut und zielführend, bis der liebe Freund wieder in die Arme geschlossen werden kann.

Die Zeit es unwichtig. Für den Hund. Für viele Halter auch. Es hat Spaß gemacht. Aber wem?

Dem Hund sicherlich nicht besonders, wie schnell er ist oder war, zeigt die Größe seiner Sorge.


Bei einer Umfrage auf dieser Seite und im Web zeigt sich ein Trend, nämlich das Hunderennen nicht sein müssen. Ich stelle mir die Frage, ob wir den Fokus zu sehr auf unseren Begleiter richten, um ihn nicht zu schaden. Haben wir Menschen und Hundehalter nicht auch das Recht an unserem Tier Spaß zu haben und einen Stolz für unser Tier zu entwickeln? Ich denke schon. Kann man nicht die Mühsal des Rennens, die ein paar Sekunden dauern in Kauf nehmen? Natürlich vorausgesetzt, dass der Hund nicht jede Woche rennen muss.


Ich denke, das können wir. Und wenn Zweifel bestehen, können wir sogar mitlaufen, der Spaß des Hundes ist dann gewiss.



Martin Klaßen redet

Liebe Hundefreunde der Stadt Hamm und der Region,

wir sind nicht die Hammer Hundefreunde e.V.

Mehrmals wurden wir von Tierliebhabern in letzter Zeit angesprochen, ob wir zu dem Verein Hammer Hundefreunde e.V.gehören und Kontakt pflegen. Die Hintergründe dieser Nachfragen hat uns schockiert und machen traurig.

Die personalisierte Menschenfeindlichkeit einiger der Mitglieder und sich selbst ernannter Tierschützer mit gesinnungsfeindlichen Äusserungen bei Facebook über Flüchtlinge und Asylanten, mit braunen Parolen und Äusserungen wie dieses Dreckspack usw., machen uns besorgt. Wir distanzieren uns von diesen Kommentaren in jeglicher Form um uns zu schützen. Wir alle haben Verpflichtungen, gegenüber Menschen und Tieren, um ein gemeinsames Zusammenleben zu ermöglichen. Das ist eine Aufgabe und ein Ziel. Aus der Verachtung heraus gibt es kein Miteinander. Wird es nicht geben. Wir schämen uns für dieses Verhalten angeblicher Hundefreunde.


Martin Klaßen

Im September  2015

Was macht ein Hundespaziergang aus?

Es gibt Hundetreffen und Vereine, die ihren Erfolg an der Vielzahl der teilnehmenden Hunde festmachen. Je mehr desto besser und schöner! Ist es wirklich so?

Natürlich nicht. Diese Aussagen von teilnehmenden Hundehaltern ernten Unverständnis und rufen keineswegs den Neid derer hervor, von denen es erwartet wird.

Aber so ist das in unserer Gesellschaft. Schneller, höher, weiter …. Und dies auf Kosten des Hundes, der sich sicherlich in Hundertschaften von Kollegen nun mal gar nicht wohl fühlt. Soziale Untriebigkeit des Hundes ist die Folge. Es fehlt ihm die Richtung und die Möglichkeit sich ausgiebig und in Ruhe zu sozialisieren. Für Frauchen und Herrchen dieser Massenveranstaltungen gerade richtig, so hört man und ist auch so gemeint. Bleibt doch Zeit zum Quatschen, der Hund hat ja ausreichend Beschäftigung. Sind ja genug Kollegen da. Passt ihm der eine nicht, läuft er zum anderen, und zwickt mal mehr oder weniger feste dem anderen in die Schenkel. Fällt ja kaum auf, Frauchen und Herrchen achten eh nicht auf ihre Vierbeiner, haben ja genug mit sich selber zu tun. Erfahrungen austauschen, aber nur nicht über den Hund.


Da lobe ich mir den Spaziergang mit weniger und überschaubaren Hundemengen. Da wird nicht über den Hund gequatscht sondern mit ihm gemeinsam. Dort wird ihm das Gefühl der Zugehörigkeit gegeben und es zahlt sich im sofortigen Verhalten aus. Da schmunzelt man über die Bemerkung die ich neulich hören musste: Ätsch, wir waren heute 50 Hunde und ihr nur 8.

Prima, toll gemacht.