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CDU, SPD, FDP lehnen einen Tierfriedhof in Hamm ab

Bezirksvertretersitzung am Donnerstag, 10.März 2016  16:00 Uhr


Tierfreundlichkeit und Verständnis für den Einsatz ihrer Bürger sind nicht gerade Markenzeichen der Bezirksvertreter in der Stadt Hamm. Die Frauen und Männer  des ländlich geprägten Stadtteiles Rhynern, haben sich tatsächlich nicht mit Ruhm bekleckert.

Immerhin gehören sie zu den schnellsten Abstimmern. Nach noch nicht einmal 3 Sekunden waren die ablehnenden Arme und Finger oben. Diese kamen von den Vertretern der CDU, SPD und dem einen Abgeordneten von der FDP.

Die beiden Grünen und der Antragsteller der Linken stimmten für den Friedhof.


Zum Thema und Abstimmungsverhalten erreichten uns viele Rückmeldungen. Ein Kommentar sei heraus gegriffen, spiegelt er doch in etwa die momentane Stimmungslage wieder.:

Bürger und Bezirksvertreter sind gewählt worden, um die Belange und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in einem Gremium zu vertreten. Das in Rhynern bei der Abstimmung ausschließlich auf der Partei-Politischen Schiene der Finger oder Arm im Schnellschuß gehoben wurde, um den Antrag des Vertreters der Linken in, wie erwähnt, im Schnellschußverfahren in Grund und Boden zu versenken, zeugt von keiner Kultur. Ich bin mir sicher, wäre es um einen schief liegenden Kanaldeckel, oder einer fotografisch festgehaltenen Pfütze oder Schlagloch im Bezirk gegangen, hätten sich die Vertreter mehr Gedanken und Überlegungen abgerungen.



Die Verwaltung der Stadt Hamm wird sich mit einem weiteren Antrag zur Errichtung eines Tierfriedhofes beschäftigen müssen. Nachdem die Verwaltung im vergangenen Jahr eine Anfrage des Linken Vertreters Martin Klaßen, Beauftragter für Tier- und Umweltschutz, über die Bezirksvertretung Rhynern aus Kostengründen abgelehnt hatte, starten die Linken nun einen neuen Versuch um sich den immer größeren Wünschen der Tierhalter in Hamm um einen Tierfriedhof politisch anzuschließen.

Wie wichtig ein Tierfriedhof für die Bürger und Tierfreunde ist, wurde gerade in den letzten Monaten verstärkt deutlich, als Klaßen vermehrt Anfragen erhielt, gleichzeitig mit der Bitte, das Thema politisch noch einmal anzustoßen. Der Gründer der Hammer Hundefreunde und Mitinitiator der Hundeauslaufflächen in Hamm, schildert vor allen Dingen das Bedürfnis älterer Tierhalter nach dem Tode ihres Lieblings eine Stelle der Trauer aufzusuchen. Die Begegnung mit dem verstorbenen Tier auf einem Friedhof ist gerade für ältere Menschen enorm wichtig und erleichtert den Umgang mit dem Tod. Aber auch jüngere Menschen bevorzugen immer mehr diese Bestattungsart hinsichtlich ihrer Zukunftsperspektiven, wo der Hund in ihrem Lebensabschnitt eine wichtige Rolle gespielt hat.

Klaßen ist der Auffassung, dass es einfach finanziell möglich sein muss, dass die Stadt diese Kosten aufbringt, um einen Friedhof zu errichten.

Über Folgekosten gibt es sicherlich die Möglichkeit Investoren zu gewinnen, die gemeinsam mit allen Betroffenen eine Betreuung des Friedhofes gewährleisten können..

Ein gutes Beispiel gibt die Stadt Dortmund ab, wo eine problemlose Instandhaltung des Friedhofes durchgeführt wird.

Die letzte Ruhestätte unserer Haustiere ist den Linken ein wichtiges Anliegen um gemeinsam mit der Befürwortung der Bevölkerung dieses umzusetzen.

Klaßen

26.01.2016




Die Bezirksvertretung möge die nachstehenden Beschlüsse fassen:


1. Im Bezirk wird ein Tierfriedhof eingerichtet.

2. Die Verwaltung wird beauftragt umgehend ein Konzept zu entwickeln und vorzulegen.

3. Bürgerinnen und Bürger sind in die Überlegungen in geeigneter Form einzubeziehen.

4. Die Verwaltung nimmt Kontakt zu Kommunen auf, in denen bereits ein Tierfriedhof besteht.


Begründung:


Gerade ältere Menschen in ihrer letzten Lebensphase sind einem Haustier eng verbunden. Und wenn sie dann noch alleinstehend sind, sorgen sie sich um ihr Tier, auch nach dem Tod. Da bleibt die Erinnerung, was fehlt ist ein Ort der Trauer um diese Erinnerung so nah wie möglich verarbeiten zu können. Aber nicht nur ältere Menschen wünschen sich in Hamm einen Tierfriedhof, sondern auch die jüngere Generation hofft auf diese Einrichtung, denn Trauer ist generationsübergreifend.


Tierfriedhöfe befinden sich in Dortmund und Bad Sassendorf. Hamm mit seinen über 10.000 Hunden z.B. würde ein Friedhof auch überregional gut zu Gesicht stehen.


Martin Klaßen

Bezirksvertreter


Tierfriedhof für Hamm

Liebe Tierfreunde, machen wir unseren Politikern Beine, damit auch in Hamm die Rechte der Tiere Beachtung finden. Hier betrifft es das Recht auf einen würdevollen Abschied, um das Geben und Nehmen zwischen Tier und Mensch zu verdeutlichen und anzuerkennen. Deshalb sind zu dieser Demonstration alle Hammer Tierfreunde , auch aus der Umgebung, eingeladen, um mit ihren Tieren auf die herzlose Nichtbeachtung der Rechte durch Hammer Politiker mit einer großen Demonstration aufmerksam zu machen. Weitere Einzelheiten werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.