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DAS VERHALTEN DER HUNDE   

Hier finden Sie eine Menge Verhaltensweisen unserer Hunde,

einfach, verständlich, locker und mit einem kleinen Augenzwinkern geschildert, aber durchaus ernst gemeint. Viele werden sie kennen, einige können sie sich wieder in Erinnerung rufen, und einige dürften Ihnen noch unbekannt sein.

Vielleicht finden Sie Ihren Hund mit seinem Verhalten hier wieder und lernen ihn besser kennen und verstehen.


Das Imponierverhalten

Woran kann man das Imponieren von Hunden erkennen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Am besten erkennt man das Imponiergehabe beim Hund am Gang. Der Gang wirkt starr und steif, alle Muskeln sind angespannt und wirken wie eingefroren.

Die Haare sind aufgestellt und der Schwanz ragt nach oben. Der Hund schaut seinen Gegenüber nicht an. Was will der Hund damit ausdrücken?

Zu aller erst seine Machtposition und seine soziale Überlegenheit. In der Bedeutung des imponierenden Verhaltens zeigt sich auch eine Angriffslust, gepaart mit Angst, die sich aus einer Situation durchaus zu einem Kampf entwickeln kann. Vor allen Dingen beim Rüden kann das Imponiergehabe leicht in Angriffsverhalten übergehen.

Auch das Scharren des Hundes kann Ausdruck von Imponierverhalten sein. Dazu muss noch nicht einmal ein anderes Tier in der Nähe sein. Auch ein Stöckchen im Maul, mit nach oben gebogenen Schwanz, kann ein solches Verhalten ausdrücken.

Beobachten Sie Ihren Hund mal dabei, denn das  Imponierverhalten des Hundes trägt sicherlich mit dazu bei ihren Hund besser zu verstehen und noch weiter kennen zu lernen.

Er will nicht

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie rüsten sich zu einem Spaziergang mit Ihrem Vierbeiner, doch weit kommen sie nicht. Er erledigt allerhöchstens sein Geschäft, dann stellt er sich stur und weigert sich mit ihnen zu gehen. Gute Worte und alles Ziehen und Zerren an der Leine sind vergeblich. Er steht da wie eine Salzsäule, etwas breitbeinig und starrt sie an.

Eventuell leinen Sie ihn ab, gehen vor und nach 100 m drehen sie sich um. Er steht immer noch da. Was tun?

Fragen Sie sich bitte nicht in diesem Fall, was Sie verkehrt machen. Versetzen Sie sich einmal in die Lage des Hundes. Er hat einfach keine Lust. Es ist ihm zu warm, sein Magen ist voll und er fühlt sich nicht wohl, oder es sind sonstige Gründe die wir von uns Menschen auch kennen. Akzeptieren Sie diese seine Gründe und bestehen Sie nicht darauf mit ihm weiterzugehen. Kehren Sie zurück. Beim nächsten Spaziergang wird das wieder anders sein. Auch der Hund erwartet von uns Akzeptanz so gut es geht. Nur so kommt ein gutes und befriedigendes Miteinander zu Stande.

Unser Hund jagt Katzen

Manman hört immer wieder, dass Menschen sagen, unser Hund mag keine Katzen, deshalb jagt er hinter ihnen her. Dabei ist die Verständigung zwischen Hund und Katze gestört, dann zum Beispiel, wenn der junge Hund freudig auf die Katze zu geht, um mit ihr zu spielen. In großer Erwartung und Freude wedelt er dabei mit dem Schwanz. Doch in der Katzensprache bedeutet Schwanzwedeln: aufgepasst, Aggressionen! Um den vermeintlichen Angreifer entgegenzutreten, wedelt sie nun ihrerseits mit dem Schwanz.

Und wie sich der Hund jetzt freut, ist begeistert endlich einen Spielkameraden gefunden zu haben und schlägt lustig mit den Pfoten nach der Katze. Auch die Katze hebt natürlich die Pfote, doch was der Hund allerdings nicht weiß, nämlich, dass dies bei der Katze heißt: Gleich schlage ich zu. Und zack, hat der Hund eine blutige Nase und für den Rest seines Lebens eine schlechte Erinnerung und eine Aversion gegen Katzen.

Die Katze ist nun für den Hund in seinen Verhaltensweisen eine natürliche Beuteaggression geworden. Selbstverständlich haben viele Hunde auch Aggressionen gegen andere Tierarten. Ich möchte hier nicht intensiv darauf eingehen sondern bei dem Verhalten des Hundes  gegenüber Katzen bleiben. Eine Möglichkeit diese Aggressionen etwas einzudämmen ist, wenn Sie täglich konzentriert Unterordnung üben. Üben Sie mit einer langen Leine, die sie täglich etwas verkürzen. Nach ca. sechs Wochen sollte sich ein kleiner Erfolg einstellen.

Wenn Hunde trauern

Hunde trauern unterschiedlich. Viele Hunde wirken apathisch und haben keinen Appetit. Sicherlich hängt das auch von der Persönlichkeit des Hundes ab, in welchem sozialen Umfeld er lebt. Bei einer normalen Sozialisierung empfindet der Hund eine enge Bindung zum Menschen und seinen Artgenossen. Ist ein vertrauter Partner genommen, ist er sehr verunsichert. Sie können den Verlust schlecht einordnen, und er schüttet wie bei uns Menschen Stresshormone in hoher Konzentration aus. Trauern ist ein Gefühl äußern, und über Gefühle verfügen auch unsere Hunde.

Trauer kann auch über den Kopf des Hundes organische Schäden verursachen. Diese psychosomatischen Erkrankungen äußern sich in Magen und Darmbeschwerden, Geschwüren und Veränderungen der Haut.

Lassen Sie Ihren Hund in seiner Trauer nicht allein. Lenken Sie ihn ab, beschäftigen sie sich mit ihm, bauen sie eine noch engere Bindung wenn es möglich ist auf, zeigen auch Sie ihn Ihre trauernden Gefühle, aber bemitleiden Sie ihn nicht. So kann er mit Ihnen gemeinsam die Trauer bewältigen.

Es gibt viele Geschichten rund um den trauernden Hund. Viele sind unglaublich, haben aber tatsächlich stattgefunden.

Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie an



info@hammerhundefreunde.de

Ersatzhandlungen erkennen

Stellen Sie sich vor, Sie können sich zwischen zwei Aufgaben die Sie sich vorgenommen haben nicht entscheiden. Stellen Sie die Mülltonne raus, oder waschen Sie das Auto? Sie bleiben stehen, verfallen in Gedanken und kratzen sich dabei im Kopf. Dieses Kratzen ist eine Ersatzhandlung, auch Über sprunghandlung genannt, sie bauen Ihre inneren Spannungen ab.

Wenn diese Übersprunghandlungen beim Hund auftauchen, müssen sie nach der Ursache forschen.

Der Hund zeigt typische Übersprunghandlungen, wie Schütteln, Kratzen, Scharren, Markieren, Lecken, Knibbeln, Fiepen, oder Fressen.

Das hängt vielfach von den Reizen ab, die er von seiner Umwelt erfährt. Und jeder dieser Reize löst bei ihm einen Antrieb aus. Sind Antriebe gleich stark (jage ich nun das Kaninchen oder spiele ich mit der interessanten Hündin), hat er ein Problem zu lösen. Einfach wäre es, wenn er sich wie beim Menschen am Kopf kratzen würde. Der Hund aber zeigt eine ganze Palette von verschiedenen Verhaltensmustern. Das sind die typischen Ersatzhandlungen, die ich oben geschildert habe. Um die Ersatzhandlungen Ihres Hundes genau zu verstehen und zu deuten, müssen Sie Ihren Vierbeiner allerdings genau kennen. Vergessen Sie aber auch nicht, dass alle diese Ersatzhandlungen von einem natürlichen Antrieb des Hundes abzuleiten sind, den jeder Hund ist mal müde, gähnt oder schüttelt sich. Wichtig ist nur, dass sie die Zusammenhänge erkennen und als solche entschlüsseln.

Kann ein Hund neidisch sein?

Neid ist eine durchaus positive Eigenschaft des Menschen. Es ist manchmal Ansporn es besser zu machen als der andere. Natürlich gibt es auch die alten Nörgelpriester, die ständig versuchen jemanden ins Handwerk zu pfuschen, ohne je selbst tätig zu werden. Wie sieht es aber eigentlich bei Hunden aus? Können Hunde neidisch sein?

Ja, auch Hunde können neidisch sein. Anders als beim Menschen reagieren sie zum Beispiel sehr sensibel auf eine ungleiche Belohnung. Hunde können allerdings Feinheiten ungerechter Behandlung nicht unterscheiden.

Warum bekommt mein Kollege jetzt ein Leckerchen, und ich nicht?

Es hat in dieser Hinsicht viele Experimente gegeben. Eines sei hier aufgeführt.

Zwei Hunde sollten schön brav Pfötchen geben. Während der eine belohnt wurde, ging der andere leer aus. Dies schaute sich der eine nicht belohnte Hund argwöhnisch an, und gab nach einiger Zeit auf, drehte sich ab und war beleidigt. Also durchaus ganz klar ein Neidempfinden des Hundes. Sie können es mal bei gegebenen Anlass ausprobieren, aber als Hundefreund werden Sie es sicherlich schwerlich übers Herz bringen. Dieses Beispiel zeigt, wie nahe Neid und beleidigt sein beieinanderliegen und sich vermischen. Ansonsten muß man in den meisten anderen Fällen zwischen Neid und Beleidigung klar trennen und unterscheiden.

Markieren

Das Versenden von Mails in althergebrachter Weise bleibt weiter unseren Hunden vorbehalten. Der Hund schickt seine Nachricht an meist noch unbefleckte Stellen in seinem Revier. Er markiert dann sein Territorium, um den folgenden Riechern mitzuteilen: „Ich war hier, denk mal an mich!" Besonders Rüden haben einen ausgeprägten Sinn ihre Anwesenheit zu demonstrieren indem er seine Duftmarken setzt. Diese verbreiten sich rasant als „Luftpost" in andere Hundenasen. „Den pack ich mir, ah, eine läufige Hündin, schon wieder der Nachbarhund" usw. sind übliche Nachrichten.

Aber nicht nur Urin, auch das Absetzen von Kot dient als Markierungsstoff. Während Urin bei den Rüden in Kopfhöhe verteilt wird, findet sich der Kot leicht erhöht auf dem Boden wieder. Das Scharren nach dem Absetzen des Kotes findet man besonders bei selbstbewussten Hunden. Hier wird ein größeres Stück gekennzeichnet, welches durch die Artgenossen besonders wahrgenommen und akzeptiert wird.

Aber nicht alle Hunde erledigen ihr Geschäft, um ihre Marke zu setzen. Es gibt Hunde, die wollen einfach nur ein wenig riechen und schnüffeln. Diese lesen Zeitung oder sehen fern.  

Wenn unser Hund träumt

Was er träumt wird er uns sicherlich nicht erzählen, aber Hundeexperten vermuten durch das Verhalten während des Schlafes,Träume der Hunde deuten zu können.Wir Menschen können unsere Träume erzählen, können aber nicht durch das Verhalten des Partners während des Schlafes seine Träume deuten. Es sei denn, dass Körpersprache und Bewegung dies eindeutig zulassen.

Aber nun wieder zurück zum Hund. Der Hund zuckt am ganzen Körper, seine Pfoten deuten ein Laufen an.

Er winselt oder versucht zu bellen, welches im Ansatz deutlich zu erkennen ist, oder er wedelt und schlägt mit dem Schwanz, verdreht die Augen.

Wenn er so da liegt, scheint er einen spannenden Film zu schauen. Klar, er träumt tatsächlich und verarbeitet das Erlebte am Tag. Das Besondere, eine neue Liebe oder ein neuer Duft wird intensiv durchlebt.

Einige Mediziner und Experten meinen, dass junge Hunde von ihrer Welpenzeit träumen. Vom Säugen wenn sie schmatzen, oder vom Laufen, wenn sie mit den Pfoten zucken.

Ich teile diese Auffassung nicht, es lässt sich vieles interpretieren oder vermuten.

Lassen wir doch einfach unsere Hunde träumen.Vergnügen wir uns an ihren Bewegungen und freuen wir uns, dass ihr Nervensystem intakt ist.Wir müssen nicht jedem Geheimnis eines Lebewesens auf die Spur kommen.

Mein Hund hat kein Selbstvertrauen

Wir alle kennen das, wenn sich der Hund vor einer vermeintlichen Gefahr zwischen unseren Beinen versteckt. Er wirkt verunsichert und ängstlich, und es scheint, als ob er darauf wartet, von uns getröstet zu werden. Streicheleinheiten sollen ihn beruhigen. Anderer Halter beachten Ihren Hund gar nicht, wenn so eine Situation auftritt. Beide Methoden sind keine Lösung und falsch.

Denken Sie an das Sprichwort bei uns Menschen, „jeder der den Schwanz einzieht ist feige", er gibt auf. Beim Hund ist das Verhalten allerdings absolut wertfrei und gehört zum normalen Repertoire im Leben

der Vierbeiner. Es wird immer unterwürfige und dominante Tiere geben, denn dieses Verhalten ist ganz normal. Bestrafen Sie nie ein unterwürfiges Tier, es empfindet dann sein demütiges Verhalten als Fehler, denn es kann sein Verhalten nicht reflektieren.

Ein harter Umgang, wenig Umwelterfahrung und negative Erlebnisse, aber auch zu frühes Training unter großem Druck können Ursache dieses Problems sein. Das heißt, zwingen Sie nicht schon ihren Welpen zu Übungen der er physisch und psychisch nicht gewachsen ist.

Stärken Sie Ihren Hund in seinem Selbstbewusstsein, indem sie in der Beziehung Vertrauen herstellen, nur so kann der Hund sich entwickeln. Wenn sie Mitleid mit Ihrem Vierbeiner haben, wird er nie etwas dazu lernen. Bieten Sie ihm, wenn er schlimmes erfahren hat, eine neue Chance. Besuchen Sie eine Hundeschule, so dass Ihr Hund sozial Kontakte neu erlernen kann.




 








Wenn der Hund Radfahrer jagt

Gerade junge Hunde erlernen dieses Verhalten, wenn der Halter nicht rechtzeitig etwas unternimmt. Für den Welpen ist dies ein lustiges Spielchen, indem nicht nur seine Neugierde befriedigt wird, sondern den Halter in die Lage versetzt entsprechend zu reagieren. Leider ist es zu Beginn dieses Jagdverhaltens auch für den Menschen eine Belustigung. Dieser freut sich eventuell auch noch über das spielerische Jagen seines Hundes, versucht ihn einzufangen, und vermittelt dadurch seine Bereitschaft mit dem Hund zu spielen. Im Laufe der Zeit wird es dann aber problematisch. Besonders wenn der Jagdinstinkt sich geprägt hat.

Dann kann es sein, daß der Hund, auch wenn der Radfahrer viele hundert Meter entfernt ist, dem Rad freudig nachsetzt. Dann ist es sinnlos ihn laut rufend zur Rückkehr zu bewegen.

Ist der Hund zudem noch aggressiv und ängstlich, kann es zu bösen und ärgerlichen Zwischenfällen kommen.

Sie können das Verhalten Ihres Hundes ändern, indem Sie besonders jungen Hunden von Anfang an konsequent das Jagen nach Radfahrern versuchen zu unterbinden. Nehmen sie den Hund an die Leine, lassen Sie ihn „Sitz" machen. Dies in ausreichender Entfernung. Lenken Sie ihn ab, Sie können ihn auch belohnen. Nach und nach nähern Sie sich nun vorbeikommenden Radfahrern und verfahren geduldig genauso. Sollte er es doch versuchen, ein strenges „Nein" wirkt bestimmt, und auch Ihre Geduld. Gezieltes und geduldiges Training ist erfolgversprechend. Bestrafen Sie Ihren Hund nicht, dies verunsichert ihn nur,  wenn er aus Angst vor Strafe das Jagen unterläßt.


 Schlafende Hunde

Auch Hunde haben ein Recht auf ausreichend Schlaf. Doch er paßt sich dem Lebensrhythmus seines Besitzers an und stimmt so auch seine aktiven Zeiten mit diesem ab. Das heißt, sie schlafen, wenn ihre Menschen ruhen und sind aktiv, wenn diese wach sind. Natürlich ist das Schlafbedürfnis beim Hund höher als beim Menschen. Deshalb macht er zwischendurch immer ein kleines Nickerchen. Dies geschieht auch meistens wenn der Mensch vor dem Fernseher oder am Computer seine Zeit verbringt. Der Hund liegt dann in einer Leichtschlafphase und bekommt alle Veränderungen die um ihn geschehen mit.

Höchstens 20% macht der Erholungswert im Tiefschlaf aus.

Und denken Sie bloß nicht, der Hund schläft tief und fest wenn Sie das Haus verlassen und er allein ist. Diese Hunde kann man an einer Hand abzählen. Seien Sie froh, wenn Ihr Tier nicht unter Zerstörungswut leidet und nur dahin döst wenn Sie nicht anwesend sind. Sorgen Sie für einen guten Schlafplatz. Beachten Sie bitte, es sollte eine Stelle sein, wo sich die Fellnase richtig strecken kann , seinen Rücken anlehnen kann. Schließlich ruht der Hund zwei Drittel seines Lebens.






Zerstörungswut

Das unser Vierbeiner seine natürlichen Instinkte frei ausleben sollte, dürfte uns Haltern bewusst  sein. Wird aber der Antrieb des Hundes nicht befriedigt, kommt es zum Problem. Der Druck wird so enorm, dass sich unser Hund durch seine innere Spannung eine Tätigkeit sucht, diesen Druck abzubauen. Meistens leiden dann unsere Möbel, Sofas, Teppiche oder Schuhe.

Wir sollten uns immer nach der Ursache dieser Zerstörungswut fragen, denn absichtlich macht der Hund das nicht. Haben wir das herausgefunden,  ist Geduld gefragt um Möbel und sonstiges zu erhalten.

Natürlich sollte man von Anfang an wachsam sein, um das Verhalten des Hundes zu regulieren. Meistens ist es dem Tier langweilig, besonders in der Pubertät. Dies ist eine Phase des Ausprobierens und um Neues kennenzulernen. Besonders wenn die Fellnase über Stunden allein gelassen wird. Fordern ihn Sie richtig, dann ist er müde. Geben Sie ihm auf keinen Fall einen alten Pantoffel oder ein Spielzeug das den Möbeln ähnlich sieht. Der Hund kann nicht unterscheiden ob Spielzeug oder Gegenstand. Lassen Sie einen regelmäßigen alltäglichen Rhythmus einkehren wie, Spaziergang, Fütterung, Spiel. Ein kosequentes lautes „NEIN" beim ersten Zubeißen in ein Stuhlbein wirkt ebenfalls. Weisen Sie ihm einen festen Platz zu, wo er verbleibt wenn Sie das Haus verlassen. Schreiben Sie sein Fehlverhalten auf.  Vielleicht bekommen Sie so heraus, wann er Sachen zerstört. Z. B. wenn Sie länger als 1 Stunde oder mehr außer Haus sind. Wenn Sie keine Ursache herausfinden, hilft nur eine symptomatische Therapie. Wenden Sie sich dann an einen Fachmann. Auch die hammerhundefreunde helfen gern.


 

Ist mein Hund ein

Kaninchen?

„Was macht er da denn jetzt? Ach, er rammelt wieder", häufige Bemerkungen der Hundehalter, die im eigentlichen Sinne nicht richtig sind. Männliche Kaninchen und Hasen bezeichnet man als Rammler, die rammeln, bei Hunden steigen Rüde und Hündin auf.

Zwischen dem sechsten und achtzehnten Monat formt sich beim Hund das Sexualverhalten. Während Welpen vorher mit den Aktionen ihre eigene Stärke testen, legt ein „normaler" Hund sein Verhalten nur bei läufigen Hündinnen an den Tag.

Sehr oft erlebt man das Aufspringen zwischen Hunden gleichen Geschlechts. Im spielerischen Verhalten gibt es hier Ansätze zur Klärung der Rangfolge.

Natürlich gibt es auch Konfliktsituationen unter Rivale, hier wird das Besteigen von lautem Knurren begleitet.

Ein abnormales Verhalten zeigt sich im Aufspringen von Gegenständen oder Menschen. Hier sieht der Hund seinen Sexualpartner, der auch um ihn mit rhythmischen Bewegungen wirbt.

Lenken Sie hier Ihren Hund ab, indem Sie ihm kurze Kommandos geben und diese dann belohnen. Man muss ihm beibringen, seinen Trieb zu kontrollieren. Funktioniert dies kaum, wäre der nächste logische Schritt eine Kastration. Meistens funktioniert dies. Möglich wäre auch eine Hormontherapie, um den Hund von den Strapazen zu erlösen. Aber auch der Mensch kann so ein unerwünschtes Verhalten beeinflussen. Beobachten Sie sich einmal ganz genau was Sie gerade tun, wenn der Hund Sie besteigt. Durchaus können zu viele Streicheleinheiten oder körperliche Enge zu dem Verhalten des Hundes führen. Arbeiten Sie daran.


Der bettelnde Hund

Dieser Blick, herzerwärmend und mitleidig für den Menschen. Gibt es etwas Schwereres, als ihm zu widerstehen? Unser Hund am Tisch, an der Hosen- oder Jackentasche. Hier wird ein Bettler zum König. Der Titel dieses alten Schlagers passt.

Wenn Sie diesem flehenden Blick Ihres Lieblings nachgegeben haben, wird er seine Häppchen oder Leckerchen immer ein- und aufdringlicher einfordern. Er wird Sie beim Essen ständig stören und auch im Extremfall seine Forderungen mit lautem Bellen Nachdruck verleihen. Und wenn Sie nicht einschreiten, sitzt er bald auf Ihrem Platz und nimmt die Mahlzeit ein.

Also, hier müssen klare Regeln her. Der Hund hat bei den gemeinsamen Mahlzeiten nichts zu suchen. Schicken Sie ihn auf seinen Platz oder aus dem Raum. Aber Achtung, alle Familienmitglieder müssen sich daran halten, sonst hat der Hund schnell herausgefunden, wer schwächelt. Bettelei ist zum größten Teil einer ungeklärten Rangfolge im Mensch-Hund-Rudelgefüge. Durch Stärkung seiner eigenen Position erkennt er den Menschen nicht als Rudelführer an. Er fordert etwas ein, der Mensch gibt nach, und schon ist es passiert und er hat seine Bestätigung. Hier ist die einzige Konsequenz unnachgiebig zu sein. Geben Sie ein Leckerchen nur als Belohnung. Ob alter oder junger Hund, er lernt schnell und trägt es Ihnen mit Sicherheit nicht nach.


 

Unfruchtbar für ein halbes Jahr

Seit 2008 gibt es eine Methode um Rüden ohne großen Eingriff zu kastrieren. Durch ein Hormonimplantat werden Rüden für die Dauer von 6 Monaten unfruchtbar gemacht. Ein künstliches Hormon (Suprelorin) wird mittels eines Implantates, welches die Testosteronproduktion blockiert unter die Haut im Nacken eingesetzt. So soll der große Eingriff beim Rüden erspart werden, allerdings setzt die Fruchtbarkeit nach einem halben Jahr wieder ein. Laut Studien ist diese Art von Kastration gleichzusetzen mit der bekannten Verfahrensweise.

Und doch ist diese Methode umstritten. Hundehalter erwarten durch eine Kastration gravierende Verhaltensänderungen bei ihrem Hund. Nämlich in erster Linie Desintresse beim Liebesleben oder der und Folgsamkeit. Dabei sind die meisten sich nicht darüber im Klaren, das dies ein schwerer Eingriff ist und sich nicht immer rechtfertigen lässt. Sicher treten gewünschte Verhaltensänderungen ein, garantieren lassen sich diese aber nicht. Eine negative Auswirkung bei lebenslanger Implantatinjektion, also alle halbe Jahre, befürchten die „Spezialisten" nicht.

Viele männliche Halter befürworten ab und an diese Methode um ihren Hund zu beobachten, wie er sich verhält, und wenden sie an, weil sie hier nicht befürchten müssen auch gleichzeitig die eigene, mit ihrem Hund verbundene Männlichkeit zu verlieren.

Bei vorliegenden legitimen Gründen befürworte ich die herkömmliche Methode. Die „Spritze" ist meiner Meinung nach noch zu wenig erforscht, sodass diese sich dauerhaft durchsetzen könnte. Der Hund freut sich nach einem halben Jahr, wenn die Wirkung nachlässt und er wieder aktiv werden kann, und rummms gibt's ein neues Implantat. Da ist das Abfinden für immer damit zu bevorzugen. Und dann die Nebenwirkungen. Was ist damit? Die Forscher sagen, dass keine bekannt sind. Nach kapp 2 Jahren ist es sicherlich verfrüht dies zu behaupten. Die Ersten sind nämlich schon aufgetreten, nämlich Haarausfall und Prostatabeschwerden und Veränderungen. Gut, Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftreten. Genau wie bei uns Menschen. Deshalb ist es auch schwer abzuwägen: Was bevorzuge ich für eine Methode, wenn eine begründete Kastration bevorsteht?



Wenn der Hund über die Straße rennt

Das sind Situationen, wo wir vor Schreck und Angst erstarren. Besonders wenn es an einer Hauptstraße passiert. Unser Hund kann zwischen Neben- und Hauptstraßen natürlich nicht unterscheiden, daher meint er, die Hauptstraße überqueren zu können, da er ja in Nebenstraßen auch macht. Er braucht nur etwas zu sehen, eine Katze oder ein freudig winkender Bekannter, und flutsch rennt er los.

Üben Sie mit ihm von Anfang an. Ander Hauptstraße natürlich mit Leine. Geben Sie vor dem Überqueren klare und kurze Kommandos. Erzählen Sie ihm nicht wievel Autos noch kommen und wie lange Sie noch warten müssen.

Das versteht er sowieso nicht und verunsichert ihn nur."Steh" oder „Halt" sind gängige Befehle die sich schnell einüben lassen. Lassen Sie den Hund nicht „Sitz" machen. Sie holen sich ja auch keinen Klappstuhl raus, um zu warten, bis die Straße überquert werden kann. Sie dürfen ihn in der Anfangsphase auch belohnen. Gehen Sie dann mit einem kurzen „Komm" auf die andere Straßenseite. Dort angekommen halten Sie sich mit Worten wie „Fein gemacht" oder „Prima" zurück und belohnen ihn auf keinem Fall mit einem Leckerchen. Er hat ja nichts gemacht, wofür er belohn werden müsste. Es war ein ganz normaler und natürlicher Vorgang. Stellen Sie sich mal vor, er bekommt immer eine Belohnung, wenn er die Straße überquert hat, dann wird er mit Sicherheit bei einem der nächsten Male einfach loslaufen, um wieder sein Leckerchen zu bekommen“..und wenn dann ein Auto kommt.


Warum fährt der Hund Schlitten ?

Mal ehrlich, eine komische Bezeichnung für ein seltsames Verhalten des Hundes. Und das zu jeder Jahreszeit. Wenn der Hund durch diese artistische Meisterleistung unsere Aufmerksamkeit erregt, schmunzeln wir, sieht ja auch komisch aus. Doch es steckt sehr viel mehr dahinter als eine Vorführung des Hundes zu unserer Belustigung.

Der Hund hat nämlich ein Problem, wenn er mit angewinkelten Hinterläufen auf de Vorderbeinen durch die Gegend rutscht.

Juckende oder entzündete Analdrüsen sind in den meisten Fällen Ursache. Sie befinden sich neben dem After etwas unterhalb der Mitte.

Mit dem Sekret in den Drüsen senden die Hunde Nachrichten auf jeder Hinterlassenschaft. Sind diese nun verstopft, häufig bei Durchfällen, weil das Sekret dann nicht als „Gleitmittel" gebraucht wird, kann es sehr schnell zu Entzündungen kommen. Bevor es auch noch zum Abszess kommt, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen, der mit Druck von innen und außen die Drüsen entleert. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, können Sie auch selbst Hand anlegen. Lassen Sie sich vom Tierarzt genau erklären, wie es geht.

Nicht alle Hunde machen durch Schlittenfahren auf ihr Problem aufmerksam. Auch nach dem Schwanz jagen und sich dabei im Kreis drehen sind Hinweiszeichen. Denken Sie auch daran, dass es sich um eine schmerzhafte Stelle beim Hund handelt.


 Warum bellt der Hund, wenn es klingelt?

Es gibt kaum einen Hund, der nicht bellt, wenn es klingelt.

Aber warum bellt er? Klar, er passt auf und meldet einen Besucher. Das kann man so annehmen, stimmt aber nicht ganz.

Fragen Sie sich mal, ob er das von Anfang an gemacht hat. Bestimmt nicht, denn Sie waren es, der dem Hund das Bellen beigebracht hat, wenn es klingelt.

Klar, Sie rennen zur Tür, lassen eventuell alles liegen und stehen, machen auf und begrüßen den Besuch, der dann mehr oder weniger auch von Ihrem Hund Beachtung findet. So lernte er nach und nach sich zu melden und zu reagieren, nicht weil er aufpasst oder den Ankömmling zu warnen, sondern weil er sehr gespannt und ungeduldig ist, wer da wohl nun kommt.

Und weil es ihm nicht schnell genug geht, fordert er Sie auf sich zu beeilen und die Tür zu öffnen.

Darum bellt der Hund, wenn es klingelt.


 

Das Bellen des Hundes, häufig auch als Hundesprache bezeichnet, ist nicht seine typische Ausdrucksweise. Es ist eine typische Erscheinung in der gesamten Entwicklung vom Wildtier zum Haustier. Der Mensch hat das Bellen gezielt gefördert, und daher nimmt man an, dass der Hund zur Verständigung ohne diese Förderung gar nicht bellen würde. Bellen ist also keine natürliche Art der Hundeverständigung. Der wachsame Hund bellt, wenn sich eine Person dem Grundstück oder der Wohnung nähert. Er unterscheidet hier nicht, ob es ein Bekannter oder eine fremde Person ist. Ein fremder wird weiterhin angebellt und ein Knurren kommt hinzu. Er meldet was Außergewöhnliches an. (Verwechseln Sie das bitte nicht mit: Warum bellt der Hund, wenn es klingelt, das ist eine ganz andere Situation)

Bei einem Bekannten wird eventuell weitergebellt, dies macht der Hund dann aus Freude. Der Hund bellt auch in verschiedenen bestimmten Situationen. Zum Beispiel durch die Aufforderung zum Spiel, wie etwa einen Ball werfen, oder nach einem Leckerchen rufen. Und Bellen ist nicht gleich Bellen. Erfahrene Hundehalter können durchaus am Klang erkennen, was der Hund meint und will.

Achten Sie darauf, dass andere Ausdrucksmittel des Hundes viel wichtiger sein können, wie etwa seine-Körperhaltung, seine Mimik und das Halten des Kopfes. Dies ist ein großer und wesentlicher Teil seiner Hundesprache.

Warum fressen Hunde Gras?

Immer wieder können wir beobachten, dass unsere Hunde Gras fressen. Besonders frische und junge Halme, aber auch wenn der Bauer gesät hat und die ersten Pflanzen sprießen sind für Hunde schmackhaft. Dürfen sie ruhig, solange Sie als Halter sicher sind und sich davon überzeugt haben, dass kein Pflanzengift oder ähnliches chemisches Zeug gesprüht wurde. Dann könnte ein Problem auftreten. Die Frage allerdings, warum Hunde Gras fressen, ist aber immer noch nicht beantwortet.

Also, Verhaltensforscher nehmen an, dass eine Fortführung der Verhaltensweisen der Wölfe ist. Je nach Aufenthalt haben diese sich früher auch von Pflanzen und Grünzeug ernähren müssen, und da wir uns daran gewöhnt haben und unseren Hund als reinen Fleischfresser sehen, betrachten wir das Fressen des Grases als ungewöhnlich.


Nie strafen, wenn er endlich kommt

Eine Situation in der wir Hundehalter uns alle schon mal befunden haben. Der Hund hört nicht und haut ab, wir befinden uns in einer Stresssituation, haben es eilig, haben Angst um das Tier und sind entsprechend angesäuert. Endlich kommt er angetrottet, tut auch noch so, als ob gar nichts gewesen wäre. Jetzt strafen wäre völlig sinnlos und das Verkehrteste, was man in dieser Situation machen kann.

Der Hund kann eine Strafe nie intellektuell oder gefühlsmäßig zu seinem vorherigen Verhalten in Beziehung setzen. Sein Weglaufen hat er nämlich längst vergessen. Mit Schimpfen oder sonstigen Strafen wird also genau das Gegenteil erreicht, was beabsichtigt war, nämlich das der Hund schnell und freudig zurückkommt. Und jetzt kommt`s. Jetzt soll er auch noch für sein Verhalten noch gelobt werden. Das geht schwer ab, aber es ist die einzige Möglichkeit. Um sich selbst auch ein wenig zu beruhigen, sollten Sie mit dem Hund systematisch eine „Wiederkommdressur" durchführen um ein Miteinander dieser Problematik besser zu bewältigen. Das hört sich alles schön an, aber mit etwas Geduld können Sie einiges erreichen, auch wenn Sie den Jagdtrieb Ihres Hundes nicht wegzaubern können.


 Warum wedelt der Hund mit dem Schwanz?

Das Schwanzwedeln ist hauptsächlich Teil eines Rituals beim Hund. Nämlich die Begrüßung.

Wir alle kennen das: Guck mal, wie der sich freut!", aber steckt noch etwas dahinter?

Der Hund stellt sich mit seinem Wedeln vor. Er kann ja nicht sagen „Guten Tag, mein Name ist Bello, freue mich sie zu sehen". Der Hund verbreitet mit seinem Wedeln einen spezifischen Hundeduft. Der Geruch eines Hundes kommt nämlich zu einem überwiegenden Teil aus den Duftdrüsen der Analumgebung. Durch das Wedeln wird dann der Duft in der Umgebung verteilt. Wir als Menschen nehmen den Geruch zwar nicht wahr, wissen aber jetzt, dass der Name des Hundes Bello ist.


 

Warum fressen Hunde Gras?

Immer wieder können wir beobachten, dass unsere Hunde Gras fressen. Besonders frische und junge Halme, aber auch wenn der Bauer gesät hat und die ersten Pflanzen sprießen sind für Hunde schmackhaft. Dürfen sie ruhig, solange Sie als Halter sicher sind und sich davon überzeugt haben, dass kein Pflanzengift oder ähnliches chemisches Zeug gesprüht wurde. Dann könnte ein Problem auftreten. Die Frage allerdings, warum Hunde Gras fressen, ist aber immer noch nicht beantwortet.

Also, Verhaltensforscher nehmen an, dass eine Fortführung der Verhaltensweisen der Wölfe ist. Je nach Aufenthalt haben diese sich früher auch von Pflanzen und Grünzeug ernähren müssen, und da wir uns daran gewöhnt haben und unseren Hund als reinen Fleischfresser sehen, betrachten wir das Fressen des Grases als ungewöhnlich.




 Warum schüttelt der Hund sein Stofftier?

Bestimmt nicht, weil er es nicht mag. Hundehalter kennen das, dieses Verhalten des Hundes, wenn der Hund sein seitliches Kopfschütteln durchführt, mit Hausschuh oder Stofftier im Maul. Bei unseren heutigen Haustüren ist das Schütteln kein Grund mehr, um zu überleben. Eher kann dieses Verhalten bei Jagdgebrauchshunden beobachtet werden. Bei jungen Hunden ist es eine spielerische Variante des Jagdverhaltens, ein Instinktimpuls, der im Laufe des Hundelebens haltungsmäßig nachlässt. Verwechseln Sie bitte nicht diese Totschüttelbewegung mit dem Schütteln des Nackenfells. Dies ist bei Hunden eine soziale Auseinandersetzung rund um das soziale Lernen. Hier geht es nicht um das Töten.

Pfötchen geben

Es gibt Autoren, Doktoren und Verhaltensforscher, die über das Pfötchen-Geben Bücher geschrieben haben, um ihr „Erforschtes" darüber an den Mann / Frau zu bringen. Quatsch, vergessen Sie es. Innerhalb von 2 Stunden Übung gibt Ihr Hund Pfötchen, wenn er es nicht schon kann.

Es ist das Ergebnis eines einfachen und kurzen Lernprozesses. Die Hunde haben bei dieser Übung viel Spaß, denn sie registrieren nicht nur die kleine Belohnung in Form eines Leckerchens, sondern viel mehr unsere Freude, wenn es klappt. Und diese Freude erkennt der Hund für sich als ein großes Erfolgserlebnis, welches er dann auch gerne wiederholt.

So einfach ist das. Probieren Sie es aus.


 

Warum wälzt sich der Hund?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum sich ein Hund wälzt.

Wälzt er sich auf einer Wiese, ohne gezielt eine besondere Stelle zu suchen, fühlt er sich einfach nur wohl. Ein Ausdruck der augenblicklichen Zufriedenheit. Der Hundehalter freut sich und ist ebenfalls zufrieden.

Das ändert sich aber, wenn der Hund sich gezielt in Kot und Aas wirft. Für den Halter eine meist unschöne und ärgerliche Handlung. Der Duft ist für das Tier angenehm. Vermutet wird hier ein Zusammenhang mit dem Wälzen der Wölfe. Die nehmen diesen Duft an um die Beutetiere zu täuschen, und den eigenen Duft, an dem sie erkannt werden, so sehr zu reduzieren, dass die Beutetiere nicht die Flucht ergreifen. Also tarnt sich der Hund auch mit diesem Verhalten. Dies ist aber nur eine von vielen Theorien, denn Hunde ohne jeglichen Jagdinstinkt wälzen sich auch.

Wenn wir den Hund sehr genau dabei beobachten, geht dieser sehr gezielt und immer gleich vor. Sie prüfen sehr gründlich den Geruch an der Stelle und reiben sich zunächst eine Gesichtshälfte daran. Danach kommen Schulter und Rücken an die Reihe.

Ein weiterer Grund sich zu wälzen ist der nach einem Bad. Dieses Wälzen dient der Körperpflege des Hundes. Hier ist es dem Tier wurscht, welcher Untergrund vorhanden ist. Dieser kann mit Sand oder Lehm so beschaffen sein, dass ein weiteres Bad nötig wird.


 

Warum dem Hund nicht in die Augen schauen?

Viele Hundehalter sagen: „Unsinn, da ist nichts dran, das hat man früher mal behauptet, heute stimmt das nicht mehr!" Aber dem ist nicht so. Hunde, besonders fremde die uns begegnen und wir mit ihnen ein „Gespräch" führen, sehen das total anders. Er kann diesen andauernden Blickkontakt sogar als Kampfansage deuten. Und wenn wir uns dann noch hinunterbeugen, seinen Kopf in die Hand nehmen und den Nacken streicheln, kann dieser Blickkontakt ein aggressives Verhalten des Hundes hervorrufen.

Viele Menschen reagieren panisch, wenn sie einem Hund begegnen. Aus Angst starren sie den Hund mit ihren weit aufgerissenen Augen an, sodass dieser besonders aus besagten Gründen aggressiv reagiert. Also vermeiden Sie einen allzu langen Blickkontakt, der Hund wird es Ihnen danken. Schon gar nicht findet er es unhöflich wie bei den Menschen, die sich untereinander bei einem Gespräch nicht anschauen.


Mein Hund geht mir nicht von der Pelle

Das kann ganz schön nervig sein, wenn unser Vierbeiner uns ständig verfolgt, sich durch unsere Beine zwängt und uns nicht aus den Augen lässt. Dieses Verhalten kann unterschiedliche Ursachen haben.

Der Hund macht auf sich aufmerksam. Er möchte uns etwas mitteilen. Spräche er unsere Sprache, wäre dies kein Problem.

Der Hund mag sich krank fühlen, denn wenn er sich nicht wohlfühlt, muss er sich nämlich nicht immer zurückziehen. Er sucht unsere Nähe. Vielleicht fühlt er sich vernachlässigt und bettelt um Zuneigung. Oder er hat Angst vor dem Alleinsein und ahnt, dass irgendeine Gefahr droht. Hat er sich etwa vor einem Gegenstand erschreckt? Kommt auch vor, obwohl er sich hier eher zurückziehen würde.

Es gibt natürlich noch einen Grund: Das liebe Tier bettelt, bettelt nach seinem Lieblingsleckerchen. Irgendwie lässt sich Frauchen oder Herrchen ja doch erweichen. Irgendwann klappt das dann natürlich auch, dann hat die alte Fellnase sie weich gekocht. Mitleidsgefühle brechen beim Menschen aus. Er steckt dem Hund was zu, in der Hoffnung das dieser nun zufrieden ist und ihm nicht mehr hinterherläuft. Dabei hat er das Gegenteil erreicht, die Bindung wird noch enger. Es geht dann nur noch durch eiserne Konsequenz, auch wenn es noch so schwer fällt.


 Warum bleibt mein Hund nicht gern allein?

Kommt ein neuer Hund ins Haus, muss dieser lernen und sich damit abzufinden, stundenweise allein zu Hause zu bleiben. Bei einigen ist dies kein Problem, aber für viele kann dies zur Qual werden. Der Hund heult ununterbrochen, im schlimmsten Fall nimmt er die ganze Wohnung auseinander. Warum bleibt dieser Hund nicht gern allein? Er hat seinen Anführer des Rudels verloren, und mit ihm ein Stück Sicherheit und Geborgenheit. Halten wir uns daher immer vor Augen, dass der Hund sich entsprechend der Natur als Rudeltier verhält.

Gewöhnen sie ihn von klein an daran, und das systematisch. Sie gehen am besten so vor, dass Sie ihn anfänglich nur für ein paar Minuten allein lassen. Wimmert und jault er, gehen Sie auf keinen Fall zu ihm, denn das legt der Hund dann so aus: Wenn ich jammer, kommt jemand sofort zu mir. Dies betrachtet er dann als Belohnung für sein Verhalten.

Warten Sie eine ruhige Phase ab, wo er nicht bellt oder jault. Gehen Sie dann hinein und loben ihn. Dann können Sie die Zeiten langsam ausdehnen. Immer wenn Sie das Haus verlassen, begleiten Sie dies mit ein paar regelmäßig wiederkehrenden Worten wie: Geh auf deinen Platz, oder: Ich bin gleich wieder da.

Gehen Sie aber beim Üben weit genug weg, durch sein Supergehör bekommt der Hund mit, ob Sie nun hinter der Haustür stehen oder ein paar Meter weiter hinter einer Hecke. Ihre Geduld wird mit großer Sicherheit belohnt werden, und Sie können so beruhigt das Haus verlassen.


Mein Hund hat

Angst vor Geräuschen

Das Telefon klingelt, das Besteck fällt herunter, der Staubsauger geht an, die Waschmaschine schleudert, oder, oder, oder. Der Hund schreckt zusammen, legt die Ohren an, zieht den Schwanz ein, zittert und versucht sich an seinen Platz zu schleichen oder sich zu verstecken, wo er einigermaßen sicher zu sein scheint. Flucht!

Andere Hunde zucken auch, erschrecken sich und machen durch Bellen auf das Geräusch aufmerksam. Keine Flucht!

Während das Bellen der normalen Verhaltensweise entspricht, ist die Flucht vor Geräuschen ein Verhalten, dass durch Training und viel Geduld Schritt für Schritt abgebaut werden muss, damit beim Hund ein für ihn gefährliches Resignieren abgewendet wird.

Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an die Angst auslösenden Reize. Probieren Sie Folgendes. Versuchen Sie Ihrem Hund das Apportieren von Gegenständen beizubringen, die geräuschlos sind. Macht er das, versuchen Sie es dann langsam aufbauend mit Geräuschen, wie zum Beispiel einer Plastikflasche. Belohnen Sie ihn. Wie gesagt, Sie müssen schon Geduld und Zeit aufbringen, damit es funktioniert.



Warum, wann und wie resigniert der Hund?

Resignation bezeichnet man beim Hund das Ende eines Verlaufes bei massivem Angstverhalten und auch Angststörungen. Einige Auslöser sind im obigen Abschnitt bereits geschildert. Mitbetroffen und reagieren können dann ebenfalls die inneren Organe, wie Blase und Darm, die sich dann unkontrolliert entleeren. Die Augen treten groß hervor, die Pfoten hinterlassen Schweißabdrücke und der Hund versucht zu flüchten.

Ändert sich nichts an seinem Verhalten, und sind für ihn alle Fluchtwege gesperrt, spricht man nach einem Monat von einem Trauma. Er scheint das gegenteilige Verhalten an den Tag zu legen und alle meinen, jetzt hat er keine Angst mehr. Er zeigt ein abwesendes apathisches Verhalten, leckt sich ständig, ist sehr schreckhaft und beginnt seine Pflege zu vernachlässigen. Das Tier nimmt seine Umwelt nicht mehr wahr, lässt alles mit sich geschehen.

Jetzt ist es fast schon zu spät, etwas zu ändern. Die besten Aussichten bestehen natürlich zu Beginn des auffälligen Verhaltens. Eine einzige spezifische Lösung gibt es nicht. Alle die sich um den Hund kümmern sollten mit einbezogen werden, um die Ursache seiner Angst in einer therapeutischen Begleitung zu lösen.



Angst vor Beißereien

Jeder von uns hat sich sicherlich schon einmal die Frage gestellt: Was ist, wenn mein Hund in eine Beißerei verwickelt wird? Sie haben sich dies sicherlich nicht nur gefragt, sondern auch bei Begegnungen mit anderen Hunden die Befürchtung gehabt. Vorsicht, diese Befürchtungen können leicht auf den Hund übertragen werden. Er spürt Ihre Unsicherheit und schaltet seinen Schutzinstinkt ein.

Wenn es tatsächlich einmal zu einer Rauferei kommen sollte, versuchen Sie ruhig zu bleiben. Schreien Sie nicht und greifen Sie nur ein, wenn sich die Hunde verbeißen. Versuchen Sie nicht die Hunde mittels Griff am Halsband zu trennen. Versuchen Sie die Trennung durch leichtes Ziehen am Schwanz oder an den Hinterbeinen.

Meistens regeln die Streithähne alles unter sich und es ist nicht so schlimm, wie es aussieht. Es gibt auch immer einen Klügeren, der nachgibt und sich zurückzieht.


 Knurren

Wenn der Hund knurrt, droht er. Das Knurren zeigt sich meist in Verbindung mit der körperlich sichtbaren Drohung. Ist das Knurren zaghaft und schwach, fehlt die Drohung. Ist das Knurren tief und kräftig, spricht man von einem aggressiven Knurren.

Hier kommt es dann zur Verbindung,

ndem beobachtet werden kann, dass die Haare am Rücken hochgestellt werden. Besonders am Hals und an der Schulter wird das deutlich. Dies zeigt sich bei starker Aggressivität und bei Unsicherheit.



Schnappen

Bei einigen unserer Hunde beobachten wir, wenn sie bedrängt werden, ein ständiges „Schnappen" nach dem Gegner. Hierbei zeigt der Hund, dass er gerne eine gewisse Distanz einhalten möchte.

Dieses auch sogenannte Abwehrschnappen bedeutet aber auch, dass eine Beißhemmung bei dem in die Enge getriebenen Hund besteht.

 


Klappern

Es gibt auch Hunde, die neben dem Schnappen auch mit dem Gebiss klappern. Für uns Hundefreunde immer ein amüsantes Ereignis. Aber auch dies besitzt einen Hintergrund.

Das Klappern ist vergleichbar mit dem Schnappen und zeigt sich besonders bei Hunden, die sich ständig bedrängt und angegriffen fühlen.


 

 









Hund in der Stadt

Wenn Sie zum ersten Mal mit Ihrem Vierbeiner einen Gang durch die Fußgängerzone unternehmen, beobachten Sie ihn dabei einmal ganz genau. So können Sie feststellen, ob sich Ihr Hund wohlfühlt und wie er sich in der für ihn plötzlich neuen Umgebung zurecht findet.

1. Zieht er an der Leine, wird der Körper lang, bleibt der Blick geradeaus gerichtet und der Kopf streckt sich vorwärts, ist der Hund unsicher und signalisiert Ihnen: Ich möchte nicht, auch der Kontakt mit der Leine mit Dir gibt mir keine Sicherheit.

2. Schnüffelt er, nimmt wenig Kontakt mit Ihnen auf, hier genügt ihm der Leinenkontakt, wedelt dabei mit dem Schwanz, signalisiert er Ihnen: Hier gibt es was Neues zu entdecken, mach Dir keine Sorgen, mir geht es gut.

3. Zeigt er ein sichtbares aggressives Verhalten, bellt Menschen an und geht auf andere Hunde los, signalisiert er Ihnen: Ich akzeptiere diese Umgebung nicht, sie gibt mir nicht genügend Raum, ich fühle mich bedrängt.

Trifft der Punkt 2 zu, können Sie unbesorgt sein.

Bei Punkt 1 und 3 sollten Sie, wenn es nicht unbedingt nötig ist, Ihrem Hund keinen Stress aussetzen und ihn Zuhause lassen, oder mit ihm in ein Trainingsprogramm einsteigen.

Mein Hund möchte keine Streicheleinheiten von mir

Eine Hundefreundin schreibt:

Es ist wie verhext. Da kümmere ich mich jeden Tag um meinen Hund, geh mit ihm Gassi, bring ihm Benimmregeln bei, spiele mit ihm, stelle ihm sein Futter hin, aber streichel oder mit ihm schmusen kommt nicht infrage. Dann zieht er sich zurück und signalisiert: Nein, das möchte ich nicht. Schon gar nicht hat es den Anschein, wenn ich mich verabschiede und dann wiederkomme, dass er sich freut.

Aber wenn mein Mann von der Arbeit kommt, meine Kinder aus dem Kindergarten, dann geht die Post ab. Dann freut er sich dusselig und dämlich, schmust und lässt sich streicheln. Was mache ich falsch?


Dieses Beziehungsproblem des Menschen zu seinem Tier ist sehr häufig. Der Hund hat kein Problem damit, aber dem Menschen schmerzt es verständlicherweise schon. Meine Gedanken und mein Rat dazu.

Sie sind die hauptsächliche Bezugsperson im großen Familienrudel. Sie sind der Anführer, immer präsent und in allen, auch negativ besetzten problematischen Situation gefragt. Sie genießen Anerkennung und Respekt Ihres Tieres. Eine emotionale Bindung oder Aufmerksamkeit halten sich in Grenzen und werden vom Halter real nicht so wahrgenommen. Das heißt nicht, dass Ihr Hund Sie nicht mag. Er akzeptiert Sie und in dieser Akzeptanz ist die Zuneigung zu Ihnen verpackt. Mann und Kinder reglementieren selten. Sie freuen und entspannen sich gemeinsam mit dem Hund, ja, lassen auch eventuelle Grenzüberschreitungen zu. Das nutzt die alte Fellnase natürlich aus den Rudelanhang so zu sehen.

Zeigen Sie Ihrem Hund nicht das Sie enttäuscht über sein Verhalten sind. Freuen Sie sich mit ihm, wenn Mann und Kinder nach Hause kommen. Entwickeln Sie Verständnis für Ihren Hund. Haben Sie Geduld, denn dann könnten Ihre Erwartungen erfüllt werden.

Eine Garantie einer Änderung gibt es natürlich nicht, auch Hunde sind wie Menschen manchmal im Wesen unergründlich.